Auszug: München inside

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Aus dem Reiseführer "München inside"

Für keine andere Stadt ist die Bezeichnung "Metropole" angemessener als für München. Die größte Stadt in Bayern, mit dem berühmten Stadtteil Schwabing und der unverwechselbaren Atmosphäre, ist eine Welt für sich. Und sie ist die Stadt, "mit Herz".

München ist eine Verwaltungsstadt, auch die Bayrische Staatskanzlei hat hier seinen Sitz. Die Stadt wirkt wie ein riesiger Schreibtisch, Geld wird verdient, verwaltet und vor allem vermehrt. Auch die großen Industriekonzerne der Welt haben ihren Sitz in der Stadt an der Isar.




 

Olympiapark in München

Geschichte

Wie München gegründet wurde?
Im Jahre 758 nach Christi Geburt machten sich zwei Mönche aus dem Kloster Tegernsee auf die Suche nach einem ruhigen und schönen Ort weiter nördlich, um Besinnung und Erquickung zu finden. Nach etwa 30 Meilen ruhten sie sich auf einer kleinen von Bäumen umringten Anhöhe aus.

Nachdem sie ihre mitgebrachte Brotzeit verzehrt hatten, dürstete es die beiden und sie tranken das wohlschmeckende und kristallklare Wasser aus dem nahegelegenen, reißenden Fluss. „Oh, wie wohl tät es mir jetzt, wenn dies Wasser etwas süffiger im Geschmack wäre", rief da der eine Mönch aus und der andere pflichtete ihm sogleich bei. Sie sprachen ein Gebet, dass hier eines Tages ein erfrischender Trunk - ähnlich dem ihnen bereits wohlbekannten Bier - gereicht werden solle, an dem sich die Menschen gleichwohl am Tage und bei Nacht gütlich tun können würden.

Sie beschlossen, genau an dieser Stelle eine Kirche aus Holz zu errichten und benannten sie, wie es seinerzeit üblich war, nach dem heiligen Petrus. Beide sprachen damals schon gepflegtes Bairisch und überliefertes Keltisch, aber als gute Mönche auch ein wenig Latein. So hießen sie das gewünschte Getränk „Salvator" (Heiler der Welt), die Anhöhe „Petersbergl" und das Gewässer „ys ura" (rasant dahinfließendes Wasser). Sie lebten bis an ihr Ende in Bescheidenheit und Dankbarkeit.

500 Jahre später erbaute Heinrich der Löwe, der damalige Herzog von Bayern und Sachsen, eine prachtvolle Brücke, die das andere Ufer des Flusses (dessen Name „ys ura" sich inzwischen wegen der leichteren Aussprache in „Isar" gewandelt hatte) mit der mittlerweile romanischen Peterskirche auf der anderen Seite verband. Der Herzog liebte die kleinen Flussinseln am Brückenfuß, noch mehr jedoch liebte er den Handel und ließ vorsorglich die weiter nördlich gelegene, dem Bistum Freising zugehörige und bislang wirtschaftlich unentbehrliche Oberföhringer Brücke in Schutt und Asche legen, um somit auf seiner eigenen Brücke (und nun einzigen weit und breit) die Pferdefuhrwerke besser kontrollieren und die Staatskasse kräftigenden Zoll verlangen zu können.

Damit alles seine Ordnung hat, beantragte er in Augsburg das Markt-, Zins- und Zollrecht, welches ihm Friedrich Barbarossa gern zusprach. Heinrich der Löwe scherzte, dass dieser Ort in ferner Zukunft einmal die „nördlichste Stadt Italiens" werden würde und übernahm deshalb zusätzlich sicherheitshalber auch noch den Brenner.

Aufgrund der Kirche und der ringsum angesiedelten Bewohner nannte man die Befestigung vor genau 850 Jahren „Villa Munichen". Die Stammzelle Bayerns war geboren...



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